Finde einen Fetzen Zeitung, am 18. Juli 2014 herausgerissen und zur Seite gelegt. Da schreibt Hans Huber einen Leserbrief: Wie wäre es, wenn man die Flüchtlinge proportional zum Anteil der gelieferten Waffen, die in den kriegerischen Konflikten eingesetzt werden, auf die entsprechenden Staaten verteilen würde? Das leuchtet ein! Leider lässt es sich nicht so leicht umsetzen. So liefern zum Beispiel Schweizer Rüstungsfirmen laut Kriegsmaterialverordnung keine Waffen in Konfliktgebiete. Die 2011 in Libyen aufgetauchte Schweizer Munition war offiziell an Katar geliefert worden, die 2012 in Syrien entdeckten Schweizer Handgranaten waren für die Vereinigten Arabischen Emirate bestimmt. Waffen machen Umwege. Die Kriegsparteien erhalten und ergaunern sie von irgendwo und irgendwem. Zwei Jahre nach Hubers Leserbrief ist das Kriegselend entsetzlicher denn je. Und der Schweizer Rüstungskonzern Ruag baut gerade eben in den Emiraten eine Tochterfirma auf. Begründung: »Militärischer Wachstumsmarkt.«

 
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