Vor einem halben Jahr, am 20. September, habe ich geschrieben, wir hätten einen jungen Holunder verpflanzt, weil er gartengestalterisch im Weg war. Wenn er sich bis im Frühjahr an neuen Ort nicht integriere, werde er definitiv ausgeschafft. Nun, das Holunderchen hat es geschafft! Hat sich durch den Winter gefroren, hat Knospen und Blättchen gemacht. Und schon zeigen sich die ersten Blütenstände. Ist ein kräftiger kleiner Baum geworden, und ich habe ein bisschen was über ihn gelesen. Es heißt, dass im Holunderbaum die guten Hausgeister wohnen, die Haus und Hausmensch beschützen. Deshalb solle man ihn stehen lassen. Machen wir gerne. Es heißt, die Jungfrau Maria habe auf der Flucht nach Ägypten unter einem Holunderbaum gesessen. Deshalb solle man beim Vorbeigehen jeweils den Hut ziehen. Das ist aber etwas aufwändig. Viermal jährlich grüßen, reicht das auch? Und dann heißt es noch, Judas Ischariot habe sich an einem Holunderbaum erhängt. Deshalb, was? Empfehlung fehlt.

 
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