Regengott möchte ich nicht sein. Mal soll er regnen lassen, mal nicht. Ja, was jetzt. Schlecht definierte Managementaufgaben werden in der Wirtschaft vermieden. Hatten wir in Europa überhaupt mal so einen richtigen vollprofessionellen Regengott? Soviel ich weiß, war hier das Regnenlassen immer ein Nebenjob, zum Beispiel für Jupiter. Der durfte sich dafür Jupiter Pluvius nennen. Auch Thor war nur zum Teil fürs Regnen zuständig, er musste auch noch blitzen und donnern und sonstwie Eindruck machen. Für die Mayas hingegen war‘s klar: Regengott Chac mit der Rüsselnase sorgte fürs Nass. Aber nur nach ein paar Menschenopfern. So was wäre ja dann übertrieben, nur weil meine paar Kohlrabi, Sellerie, Bohnen und Kürbisse ersaufen. Das muss ich einfach erdulden. Die von der Meteorologischen Zentralanstalt nehmen keine Gebete entgegen, die lassen sich nicht schmieren. Und so giesst es halt weiter, und die Schnecken lachen sich ins schleimige Fäustchen.

 
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