Ach, Herr Mankell, wie gut, dass Sie von dem mageren Applaus nichts erfahren, Sie sind ja schon tot. Ach, Herr Mankell, wie schade, dass Sie schon tot sind, Sie haben so ein feines Stück geschrieben, und jetzt schreiben Sie keines mehr. Ach, Herr Mankell, wie ärgerlich, dass das Publikum nicht länger und lauter klatschte, gestern, im Societaetstheater in Dresden, nach der perfekten Inszenierung eines perfekten Stücks mit drei perfekten Personen. Was hatten die Leute denn so Dringendes vor, dass sie nicht drei oder vier Minuten länger sitzen bleiben und applaudieren konnten – waren sie auf der Flucht? Ach, Herr Mankell, wie lange haben Sie an »Lampedusa« geschrieben, drei oder vier Monate? Oder Jahre? Und wie lange wird es aktuell bleiben, Ihr »Lampedusa«, drei oder vier Jahre? Oder Jahrzehnte? Es ist zu befürchten.

 

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