Ob man draußen Feuer machen könne, fragen die Freunde, die wir eingeladen haben. Kein Problem, keine Waldbrandgefahr. Sie bringen ein junges Wildschwein mit, tot, gehäutet, leergeräumt. Zwei der Freunde sind inzwischen Jäger geworden, haben ein Revier, es gibt zu viele Wildschweine, sagen sie, sie machen zu viel kaputt. Sie haben sicher recht. Die Wildschweine würden wohl sagen, es gibt zu viele Menschen, sie machen zu viel kaputt. Das Schwein liegt in einer Styropor-Box auf Trockeneis, die Augen sind offen und auch das Maul voller Zähne. Sieht aus, als wolle das Schwein etwas sagen. Fünf Stunden hängt die Sau dann überm Feuer, gekreuzigt an einem Gestänge, ich schau nicht gern hin, nur durch die Kamera, bin eine feige Sau. Und ich esse auch vom gebratenen Fleisch, bin eine verlogene Sau. Dazu Bohnensalat und Bratkartoffeln und gedünstete Scham.

 

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