Auf meinem Handy habe ich allerlei Apps, die dadurch, dass sie so viel können, mir etwas unheimlich sind. Da gibt es zum Beispiel den Peakfinder, der zeigt, wie die Bergspitzen heißen, die ich sehe oder sehen würde, wenn nicht Bäume oder Nebel sie verdeckten. Oder da gibt es die Sprachmemo, die aufzeichnet, was ich höre, etwa den Vogelgesang im Garten morgens um sechs. Dass ich nun mitten in schwarzer Nacht den Vögeln lauschen oder mitten im Nebel die Berge bestimmen kann, hat etwas Verstörendes. Ein bisschen komm ich mir vor wie der Amazonasindianer, der erschrak, als er den zähneputzenden Missionar mit Schaum vorm Mund sah.

 
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