Der Bus sauste, das Tram flitzte, viel zu früh war ich am Bleicherweg, schlug Zeit tot in drei Läden, vielleicht liegt sie immer noch dort, unter den Ladentischen. Aber jetzt gehst du besser, dachte ich, besser, du bist ein bisschen zu früh dort. Meine Beine sausten, der Lift flitzte, viel zu früh war ich in der Arztpraxis, schlug die Zeit tot mit drei Zeitschriften, vielleicht liegt sie immer noch dort, unter den Ledersesseln. Erst kam die schwangere Frau dran, dann das schweigende Paar, dann die Frau mit der geschwollenen Tasche, dann die Frau mit dem Lächeln, dann war ich allein. Immer, wenn ich auf die Uhr sah, waren höchsten drei bis vier Minuten vorbei. Der Arzt war schon viel zu lange mit der lächelnden Frau beschäftigt .Vielleicht war sie ihm auf der Untersuchungsliege weggestorben. Oder vielleicht ließ er mich warten, weil er nicht wusste, wie er mir die schlechte Nachricht beibringen sollte. Ich wurde immer steifer. Dann kam ich dran und die Nachricht war gut und das Leben ging weiter. Ging fröhlichen Schritts neben mir nach Hause.

 
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