Gestern war er noch nicht da, heute frühmorgens lag er auf dem Weg im Wald: ein rechter Schuh, ein Winter-Damenschuh mit Absatz, eine Stiefelette nennt man das. Muss einer zierlichen Person gehört haben. Jetzt ist der Schuh zerrissen und hat wohl monatelang im Wald gelegen, ist mürb und moosbraungrün geworden wie faules Holz. Wer hat den Schuh an diesem Sommermorgen ans Licht gezerrt? Und wozu? Und warum hat die Frau den Schuh im Wald gelassen, wo’s doch Winter war? Hat sie ihn verloren, als sie vor etwas geflohen ist? Vor einem Mann vielleicht, nach einem Schäferstündchen? Aber warum ging sie zu einem Stelldichein in den Wald, wo’s doch Winter war und Stiefelettenzeit? Und wo liegt nun der zweite Schuh? Und wann hört diese Fragerei endlich auf?

 

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