Jetzt müsste ich mir eigentlich ein Glas einschenken und auf mich anstoßen wollen. Denn ich habe »Ende« unter meinen neuen Roman geschrieben. Aber die Freude fehlt. Jetzt könnte ich eigentlich die sauber ausgedruckten Seiten durchlesen und mich mit Elan ans Ausfeilen und Überarbeiten machen. Aber der Schwung fehlt. Und der Mut. Ich getrau mich nicht, von neuem hineinzugehen in meine Geschichte. Der dicke Stoß von Blättern liegt auf meinem Tisch, kommt mir vor, wie ein von irgendwem zugeschicktes Ding, das ich nicht zurückschicken darf. Seit Tagen regnet es, kein Gartenwetter – Schreibtischwetter wär’s. Ich habe eine Geschichte geschrieben, und jetzt macht sie mir Angst. Selber schuld.

 
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