Ich mache Kukelure. Das ist ein norwegischer Ausdruck für »Dasitzen-und-nichts-tun-außer-den-Gedanken-den-Lauf-lassen«. Ein bisschen dazu gehört laut Wörterbuch auch noch »Aufschieben-was-zu-erledigen-wäre«, das schafft Freiraum im Kopf. Ich mache also Kukelure, und es gelingt mir schlecht. Meine Gedanken fliegen nicht auf und davon, sondern bleiben penetrant kreisend über Dingen, die ich heute Abend oder morgen oder bis Ende April erledigen will/möchte/müsste. Schande, ich bin extrem schlecht im Kukeluren. Vielleicht sollte ich es üben. Jeden Tag eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten. Aber so ein Stundenplan widerspricht wohl der Philosophie des Kukelurens. Morgen werde ich es nochmal versuchen, ich möchte es gerne können. Das Wort ist schon mal schön.

 

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