Jemand reißt die Tür auf und kommt herausgestürzt, rennt wortlos an mir vorbei, die Treppe hoch. Dann Türenknallen von oben. Ja, was nun. Mit hängenden Armen stehe ich da und überlege. Nur weil der Mensch an mir vorbeigerannt ist, heißt das noch nicht, dass ich an dem soeben stattgefundenen leidenschaftlichen Akt beteiligt bin. Oder doch. Vielleicht sollte ich durch die halboffene Tür einen erkundigenden bis teilnahmsvollen Blick werfen. Oder mich in den oberen Stock begeben, feuerlöschend, trostspendend … Nein, nicht alles, was läuft, und nicht jeder, der rennt, geht mich was an. Und überhaupt, der Mensch hat ein Recht auf Wut. Auch der zwölfjährige Enkel im oberen Stock, dem der Familienrat gerade eben einen großen Wunsch verweigert hat.

 
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