Auf der Rückseite des Zürcher Opernhauses gibt es eine leicht verwitterte Inschrift in Gold: »Durch Bürgergunst geweiht der Kunst«. Äh, was heißt denn das? Gemeint ist, so lese ich nach, dass das Opernhaus 1890 von Privaten finanziert wurde. Inzwischen ist es das teuerste Kulturinstitut am Platz. Hauptsubventionsgeber ist der Kanton Zürich. So hat er zum Beispiel 2015 jedes Eintrittsticket mit 343 Franken subventioniert. Auch dieses Geld wiederum kommt von Privaten, nämlich von den Steuerzahlenden, auch von denen, die in großen Sätzen flüchten würden, wollte man sie zum Anhören von Lohengrin oder Nabucco oder Lulu zwingen.

 
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