Katze Uma ist sechzehn Jahre alt, sie hustet, und neuerdings hinkt sie. Nun liegt sie schlaff beim Tierarzt auf dem Untersuchungstisch, ein schwarzes Häufchen. Die Hände des Arztes wühlen sich durch das Häufchen und verschieben Haut, Knochen, Knubbel und Wammen. Manchmal streicheln sie das Häufchen, daran merkt man, dass es lebendig sein muss. Leben, was ist das? Wer hat es und warum und wie lange? Im Labor herstellen lässt es sich nicht, und wenn es mal da ist, ist es unfassbar, und wenn es abhaut, lässt es sich nicht mehr einfangen. Sie brauche keine Behandlung, sagt der Arzt, solange es nicht schlimmer werde. Also fahren wir die alte Uma nach Hause, wo sie gleich zu schnurren anfängt. Das klingt bei ihr, wie wenn man mit dem Teigroller trockenes Brot zerdrückt.

 

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