Die Katz sitzt neben mir, putzt sich, stemmt freundschaftlich den Kopf gegen meinen Arm, hat schlechten Atem. Was soll mir jetzt wichtiger sein, ihre Freundschaft oder ihr Atem. Fakt: Zuneigung hat auch ihr Unangenehmes, nicht nur die von der Katz. Die Rebenblätter vor meinem Fenster glänzen, leuchten – ohne Sonne, denn heute ist grau – wie angeschlossen an ein Lichterkabel. Sehr schön ist das. Fakt: In vier Monaten werden sie als trockene Fetzen am Boden liegen und ich muss sie zusammenwischen, braunes Papier, das ein Wütender fauchend zerrissen und weggeworfen hat. Eine Grasmücke, ganz laut, grüßt etwas. Und oben Himmelsgrollen, Jet im Landeanflug. Ein paar dort drin werden beten, Gottseibeiuns.

 

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