Endlich: Das Reh oder die Rehe waren da, um Heu aus dem Futterstand zu rupfen. Man sieht es an den Spuren im hohen Schnee und am weniger und unordentlich gewordenen Heu. Gesehen haben wir die schönen Wesen nicht, aber bestimmt kommen sie wieder, haben unseren Futterstand in ihrem Adressbuch eingetragen. Jetzt heißt es, warten wie im Märchen: der Wind hat schon mal drei goldene Haare der Prinzessin hergeweht – jetzt muss sie auch noch selber vorbeikommen. Ich habe im Herbst im Wald ab und zu mit zwei Rehen geredet und sie haben sich nicht gerührt und zu mir hergeschaut, was vielleicht hieß, dass sie zuhörten. Und ich habe mich beim Reden vorsichtig umgesehen, ob nicht ein Jogger oder ein Hundemensch daherkommt, der sich fragt, was die komische Alte im Wald da vor sich hin redet. Kommt doch zu uns in den Garten, ihr Schönen, habe ich zu den Rehen gesagt, die Lücke im Zaun ist immer offen für euch. Das haben sie wohl nicht kapiert, zumindest hat es sehr lange gedauert. Wie gescheit ist eigentlich ein Reh?

 

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