Dicke Türme von Schnee, sonnenbeleuchtet, knallblauer Himmel, Zeit, die Stubenluft hinter sich zu lassen, in die Stadt hinunter zu wandern zum Bespiel. Dort unten am See wird mir wieder mal klar, wie verschieden uns die gleiche Welt auf die Augen knallt. O. zeigt mir Tafelenten und Kolbenenten und Reiherenten und welche Schwäne und welche Möwen jung sind und dass die Schwäne beim wütenden Aufplustern ihr Volumen vergrößern und welches der Unterschied ist zwischen männlichen und weiblichen Haubentauchern und dass es im Gebüsch doch noch Spatzen hat, zuhause haben wir keine mehr. Währenddessen sehe ich eine Mutter mit zwei Kindern, die für die Wasservögel hartes Brot zerstampfen, und ich sehe, dass sich der ältere Bub zu kurz gekommen fühlt, und ich frage mich, ob die Mütze der Mutter selbstgestrickt ist, und ich sehe, dass die Mutter versucht, den Passanten anzusehen, ob diese ihre Kinder nett finden oder nicht, und ich sehe eine weggeworfenen Schokoladenpackung, die ausschaut, als wär noch ein Drittel drin. Später auf dem Weg, nach zweihundert Metern vielleicht, weiß ich nicht mehr, welches die Tafelenten und welches die Kolbenenten sind und welche an den Füßen Lappen haben und welche stattdessen Schwimmhäute. Ich würde mir das gern alles merken, aber es zieht leise davon wie das Ausflugsboot auf der anderen Seeseite.

 
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