Wir sind ins Tessin gefahren und haben an der Raststätte Uri was gegessen. Es war ein schöner Tag.  Durchs Fenster haben wir gesehen, wie sich ein Car entleerte, es war eine muslimische Reisegruppe. Munter kamen die beschnauzten und kurzärmlig behemdeten Männer auf die Raststätte zu, die Frauen folgten, ob munter, weiß ich nicht. Es waren nur ihre Augen zusehen, der Rest war in schwarzes Textil verpackt. Ich habe mich geärgert, weil die Männer von ihren Frauen diese schwarze Vermummung verlangen und weil die Frauen nicht dagegen aufbegehren. Es war wie gesagt ein schöner Tag, und die Haut freute sich über die sanfte Sonne. Trotz meines Ärgers habe ich mir die Pommes Frites schmecken lassen. Beim Verlassen der Raststätte sah ich zwei der schwarzen Zelte zwischen einem Spielautomaten und einer Hintertür auf einer Windel auf dem Boden knien. Sie sprachen ihre Gebete. Sie hätten sie auch draußen unter den Bäumen oder in der Stille ihres Cars sprechen können. Aber es war wohl so, dass der Platz zwischen Spielautomat und Hintertür Gott wohlgefälliger war.

 
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