Es hat geschneit, zum ersten Mal in diesem Winter, und ich will die erste sein auf dem verschneiten Waldweg. Hastig zieh ich mich an, es ist noch nicht mal ganz hell. Der Weg ist unberührt! Schritt um Schritt drücke ich meine Spur in die makellos weiße, weiche Decke. Ich weiß, es ist kindisch: Die erste sein wollen und eine Spur hinterlassen. Ich muss mich fragen, ob ich solch lächerlichen Ehrgeiz auch in anderen Situationen zeige, oder ob ich mich wohlerzogen zurückhalte. Der Weg steigt an, und jetzt kommt es noch kindischer: Ich klaube das Handy hervor und mache zwei Bilder: einmal der blanke Schnee vor mir, einmal meine Spur hinter mir. I was here! Auch noch einige Rehe, ein Fuchs und – vielleicht – ein Marder müssen da irgendwo sein. Und oben in den Bäumen vermutlich ein paar kleine Geister.

 

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