In der Hitze werden meine Gedanken immer dickbreiiger, wollen nicht mehr fließen, sie streiken, ich sitze vor dem Bildschirm und nichts tut sich. August, Aufrust. Nur gerade der Mann von der Wanneler Alp fällt mir ein. Der hat dort ein Beizli mit etwa drei Tischen, serviert einen Kaffee aus Fertigpulver, tut ungefragt so viel Milch von der Alp rein, dass der Kaffee nur noch lau ist, da, trink! Es ist egal, was man trinkt, man vergisst es, wenn man in die Weite schaut, vielleicht tränke man auch gesüßte Kuhpisse oder Schweinemilch, die Weite besteht aus lila Felsspitzen, Grashängen aus knallgrünen Samt, einem gelben Halbneunuhrmorgen-Himmelssaum und einem Firmament aus Glas. Menschen gibt es nicht, außer dem Mann, der so ausschaut, als ob er hören wolle, dass der Kaffee gut sei, und O., belustigt, weil er weiß, dass mir die Milch zuwider ist. Alles würde ich schlucken in dieser Rundumschönheit. Sogar die Holzscheite sind so wunderbar aufgeschichtet, dass ein Bild draus geworden ist. »Kunst«, sagt O. »Nein«, lacht der Mann, »Kunst ist, wenn man nicht weiß, was es ist.« Ein Fertigsatz, praktisch wie Fertigpulver.

 

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