Im Brockenhaus stehen zwei Männer vor einem Sofa, kräftige, wuchtige Männer, Motorradtypen. Das Sofa ist rundum geschwollen und lila, und es glänzt ein bisschen, es passt in ein sehr geputztes Einfamilienhaus der achtziger Jahre oder in ein artiges Puff. Die Männer laufen drum rum, entfernen sich, schauen von weitem und wieder von nahe. Es ist ziemlich neu überzogen, sagt der eine, die Größe wär richtig, sagt der andere. Ob sie es gekauft haben oder nicht – sie werden noch stundenlang das lila Sofa unter der Stirn haben, bis es ins Unterbewusste abtaucht, in dieses Giga-Brockenhaus, das unsere Träume möbliert. Vielleicht taucht es in einem Traum der Männer wieder mal auf, ist dort die Unterlage für eine Orgie oder für eine gebärende Katze oder für einen verstorbenen Vater, der da einfach sitzt und nichts sagt.

 
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