Der Papst ist zurückgetreten. Heißa! Was für eine Sensation. Und das alles nur, weil ein alter Mann sagt: ich mag nicht mehr und kann nicht mehr, ein alter Mann, der einen schlechten Job gemacht hat, das fanden zumindest 999 Promille der Menschen, die wussten, dass es diesen alten Mann gibt. Heißa! Im dreizehnten Jahrhundert ist mal ein Papst zurückgetreten, dann nie wieder. Zitternd, hinkend, gebückt haben sie bis zum Ende ihre Unfehlbarkeit durchgestanden. Heißa! Der Blitz soll in die Peterskuppel eingeschlagen haben, ein Bild von Blitz und Kuppel ist heute in der Zeitung, als Beweis dafür, dass sogar der HERR himself vom Rücktritt überrascht wurde. Jetzt müssen sich die Erzkatholischen mit der erzphilosophischen Frage auseinandersetzen, ob der Nichtmehrpapst unfehlbar bleibt, auch wenn der Neupapst die Unfehlbarkeit übernommen hat. Und wenn der Nichtmehrpapst seine Unfehlbarkeit verliert, werden dann damit auch seine dazumaligen Entscheidungen als Papst fehlbar? So was gibt noch lange zu denken, amen.

 
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