»Weibeln« hat nichts mit Weib, »zügeln« nichts mit Zügel, »zeuseln« nichts mit Zeus, »koseln« nichts mit Kosewort zu tun. Es sind schweizerdeutsche Verben, und ich soll sie als deutschsprachige Autorin nicht verwenden. Wer die Verben hier liest und nicht versteht, muss sich nicht ärgern. Man verpasst nichts, wenn man sie nicht versteht. Drum will ich sie auch nicht übersetzen, sie sollen bleiben dürfen, wer sie sind, vier harmlose Schweizer Verben. Manchmal reut es mich ein bisschen, wenn ich Schweizer Begriffe nicht verwenden darf, obwohl sie scheinbar schön deutsch daherkommen: »Fingerbeere«, »harzig« und »es lupft mich«. Alles nicht richtiges Deutschdeutsch, schade. Kürzlich habe ich auch gelernt, dass man im deutschen Straßenverkehr korrekt deutsch nicht verunglückt, sondern verunfallt. Dabei ist Unfall doch eigentlich ein dummes Wort, ein Unfall ist ein Nichtfall – also was Positives. Da soll noch einer drauskommen. »Drauskommen« ist auch nicht deutsch.

 

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